Die Burg Gleuel im gleichnamigen Ortsteil der Stadt Hürth ist eine der ältesten Wasserburgen im mittelalterlichen Kölngau im Umland der Stadt Köln.
Auf Einladung von Kurt Schürman, Mitglied in der Senioren Union Hürth, besuchten 25 Mitglieder die Burg Gleuel! Empfangen im Rittersaal mit einem festlich gedeckten Tisch nahmen die Seniorinnen und Senioren Platz und wurden von Kurt Schürmann herzlichst begrüßt. Die Familie Schürmann / Derakhahani sind die jetzigen Eigentümer der Burg Gleuel, die sich mit Hertzblut für den Erhalt der Burg Gleuel einsetzen. Sowie sich die Familie für den Erhalt einsetzen, so leidenschaftlich war auch der Vortrag von Kurt Schürmann über die Geschichte der Gleueler Wasserburg und die Teilnehmer lauschten bei Kaffee und Kuchen. Vieles ist passiert in den vergangenen Jahrhunderten, Krieg, Ausbeutung der Bauern, Hexenverfolgung waren zwar nicht dauerhaft aber ein Teil der Geschichte. Es gab auch freudige Ereignisse, so konnte man sich in der jüngeren Vergangenheit auch Standesamtlich trauen lassen und gelegentlich wurde die Burg für diverse Feste geöffnet. Eine kulturelle Bereicherung für die Einwohner von Gleuel, sowie der Stadt Hürth und deren Umgebung. Es war ein geschichtsträchtiger Nachmittag mit vielen neuen Erkenntnissen, herzlichen Dank für die Einladung!
Geschichte, Auszug von Wikipedia
In spätfränkischer Zeit, in einer Urkunde vom 4. Juni 898, schenkte der König des lotharingischen Teilreiches, Zwentibold, einen Salhof in Gleuel (Gloulo) mit 12 anderen Hufen und der Kirche, ebenso Güter in Selstena (Sielsdorf) an das Stift Essen.[1][2] Dies spricht sowohl für ein hohes Alter von Burghof und als auch für den Kirchort. Burg und Ort gelangten dann in der Mitte des 13. Jahrhunderts in den Besitz des Domstifts. Der Lehnsmann Gerard von Gleuele kämpfte 1260 mit den Kölnern gegen den Erzbischof Konrad von Hochstaden. Der Schultheiß Heinrich von Gluwel unterzeichnete 1463 die Erblandesvereinigung des Erzstiftes als Territorialherr. Göddert von Gleuel führte 1474 als Rittmeister die Kölner Funken im daran anschließenden Burgundischen Krieg. Nach dem Aussterben der Linie, 1550, wurden die Schall von Bell und 1630 Johann von Cölln aus der Kölner Ratsherren-Familie Besitzer. Dieser erbaute 1632 aus der ursprünglich vierflügeligen Anlage die heutige zweiflügelige Anlage. Ein Giebelstein weist das Datum auf. 1726 kam das Gut durch Erbkauf wieder an das Domkapitel. Das hatte zur Folge, dass das Gut durch Säkularisation in der Franzosenzeit 1802 in bürgerliche Hände kam, zuerst in die des späteren Hürther Bürgermeisters Heinrich Felten (im Amt 1817–1845). 1969 übernahm die Kommune das Anwesen und machte den Park der Öffentlichkeit zugänglich. Für die Burg fand man aber keine Verwendung. Schließlich übernahm die Burg ein Architekt, der sie 1976/77 denkmalpflegerisch restaurieren und die Nebengebäude zu einer Wohnanlage umbauen ließ. 2025 Verkauf der Burg an die Familie Schürmann / Derakhshani, umfassende Restaurierungen unter Berücksichtigung von Denkmalschutz und Brandschutz sind bereits in Planung.








