Otto Winkelhag verstorben.

Nach langer schweren Krankheit ist unser Vorsitzender Otto Winkelhag am 12.08.2022 verstorben. In seiner Zeit als Vorsitzender hat er viele Anregungen für unsere Arbeit gegeben. Trotz seiner Krankheit hat er noch an vielen Versammlungen aktiv teilgenommen und wir konnten seinen Mut bei der Bewältigung seiner Krankheit bewundern.

Wir werden ihn immer in bester und dankbarer Erinnerung behalten.

Strukturwandel, Wasserstoff

Stadtkämmerer Marco Dederichs zum Thema „Strukturwandel in Hürth“ und

Dr. Albrecht Möllmann, Vorsitzender von HyCologne e.V. über „Wasserstoff“

Unser Vorsitzender, Otto Winkelhag, hatte die beiden Referenten eingeladen, um unsere Mitglieder über modernste und weitreichende Entwicklungen in unserer Stadt zu informieren. Bei seiner Begrüßung gratulierte er nochmals Kurt Schürmann zu dessen kürzlich verliehenen Bundesverdienstkreuz am Bande. Dann übergab er das Wort an den ersten Referenten. Die anwesenden Teilnehmer konnten sich über sehr interessante Vorträge über die Wirtschaftsförderung infolge des vorgezogenen Kohleausstiegs und über die Entwicklung des Energieträgers Wasserstoff freuen.

Der Hürther Stadt-Dezernent Marco Dederichs (43) ist– mit einer Unterbrechung in Nideggen – insgesamt schon 22 Jahre in der Hürther Verwaltung: nach der Lehre zur höheren Beamtenlaufbahn und BWL-Masterstudium. Seit dem 22. Februar 2022 ist er als Kämmerer für die Finanzen der Stadt zuständig, darunter auch für Wirtschaftsförderung und Förderprogramme.

Für den Ausstieg aus der Kohleförderung hat der Bund 40 Mrd. Euro bereitgestellt bzw. zugesagt, davon 15 Mrd. für 19 Kernrevierkommunen: Kreise, Städte und Gemeinden im Rheinischen Revier. Hürth war anfangs nicht dabei, durch zähe Verhandlungen wurde inzwischen Hürth als 20. Empfänger aufgenommen.

Zwei Mitarbeiter im Rathaus sind damit betraut, Förderprojekte aufzusetzen. Sie werden zu 90% aus Fördermitteln bezahlt. Vier Projekte laufen z. Z., davon sind drei Projekte schon „durch“.

1. Blockchain Reallabor . Dieses Projekt wird von der Fraunhofer FIT mitbetrieben. Es geht darum, Dokumente von einem PC auf viele andere zu übertragen, ohne dass das Dokument verändert werden kann. Spediteure sind z.B. sehr daran interessiert, dass ihre Dokumente allen erforderlichen Behörden zugänglich sind. Besonders bei Gefahrgut. Auch Archivgut und Bilder können per PC  weitergeleitet werden, ohne dass das Eigentum daran an den Empfänger übergeht.   

2. KI & Robotik. Dieses Kompetenzzentrum (AI Village an der Hasenkaule) dient u.a. der Weiterbildung von Ingenieuren und Handwerkern. Hier sind auch die Fachhochschule, Köln und das 2. Fraunhofer Institut, St. Augustin eingebunden. Der Antrag auf Fördermittel über 12 Mio. Euro wurde im Oktober 2021in Berlin gestellt, Ende 2022 ist mit der Bewilligung zu rechnen. Dieses AI Village wird das erste volldigitalisierte Campus Europas. Für dieses Projekt wurde bereits von der „Zukunftsagentur Rheinisches Revier“ der 2. (von drei) Stern vergeben.

3. Entrepreneurship Center. Hier geht es darum, die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass sich junge Firmengründer mit unternehmerischen Partnern vernetzen bzw. Prozesse organisieren können. Entrepreneurship steht für Kreativität und Innovation.

4. ChemHub Knapsack. Die Firmen YNCORIS, Nova Institut und RWE haben maßgeblich zu diesem Zukunftsprojekt beigetragen. Der ChemHub (Labor) soll auf dem Knapsacker Hügel entstehen und wird sich u.a. mit den Forschungs-Themen CO2– Wiederverwendung, Wasserstoffverfahren, Biomasse und Recycling befassen. Es geht darum, Forschungsergebnisse in Echtunternehmen der Chemie zu übertragen. Auch Covestro und die Ruhruniversität Bochum sind an der Forschung beteiligt.

5. Klassische Strukturwandelverfahren. Es müssen Pläne für das ehem. Kreishausgelände geschmiedet werden. Ein Teil der Gebäude steht bereits leer, Verträge bei anderen laufen aus. Die Umgestaltung könnte 50-60 Mio. Euro kosten. Fördermittel von ca. 30 Mio. Euro könnten sich bei „förderungswürdiger“ Gestaltung erzielen lassen. Angedacht ist, die Mitte von Hürth zu erweitern mit Musikschule, Stadtbücherei und öffentlichem Platz, z.B. für Stadtfeste – Auch die Fortführung der Linie 19 zum EKZ ist ein solches Projekt. – In Alt-Hürth ist das Sportzentrum mit der ehem. Radrennbahn ein Projekt, welches angegangen werden müsste. – Richtung Meschenich besteht noch eine Gewerbefläche von etwa 10 HA. Es gibt Überlegungen, dieses für Industrieansiedlungen in Erbpacht zu vermieten. Alle Maßnahmen haben das Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen und in Hürth zu erhalten. Auf der Verwaltung lastet noch viel Arbeit bei der Umsetzung.  

Im Anschluss gab es noch eine Frage- und Diskussionsrunde.

Otto Winkelhag dankte Herrn Dederichs für seine umfangreichen und interessanten Ausführungen mit einer guten Flasche Rotwein und einem Blumenstrauß.

Nach kurzer Kaffeepause mit Obstschnitten von der Bäckerei Welter stellte sich

Herr Dr. Albrecht Möllmann (70) vor: Chemiker und ehem. Laborleiter der Fa. RWE, Knapsack, jetzt 1. Vorsitzender der HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V., Knapsack. Dieser Verein wurde 2007 gegründet und hat inzwischen 50 Mitglieder.

Wasserstoff ist ein unsichtbares, geruchloses, ungiftiges Gas und leichter als Luft. Es gibt verschiedene Arten von Wasserstoff: grauer aus fossilen Brennstoffen und Strom mit CO2-Belastung, blauer und türkisener, der beste ist grüner aus Wasser und regenerativer Energie, dieser hat keinerlei Umweltbelastung durch CO2.

Die Wasserstofftechnik ist nicht neu, (Wasserstoffbombe! Und auch deutsche U-Boote fahren seit 2005 unter Wasser mit der Brennstoffzelle!), relativ neu ist aber der (teure) Antrieb für Kraftfahrzeuge. Wasserstoff (H2) war im Industriepark Knapsack ein Nebenprodukt. Seit 2010 gibt es in Knapsack die erste Wasserstofftankstelle und seit 2011 fährt ein erster Bus mit Wasserstoff. In einer Brennstoffzelle wird Wasserstoff in elektrische Energie umgewandelt, diese treibt sodann die E-Motoren des Busses an. Es wird kein CO2 ausgestoßen, solche Antriebe sind absolut abgasfrei. Wasserstoff könnte somit ein wesentlicher Energieträger der Zukunft werden.

In Hürth fahren mit der RVK momentan 16 Busse, die zweitgrößte Busflotte mit Wasserstofftechnik in Europa. Der Stückpreis pro Bus beläuft sich auf 600.000 Euro, das Bundesministerium für Verkehr und Digitales (BMVI) hat der RVK kürzlich den Förderbescheid für weitere 108 Busse zugesagt. Diese Fördermittel gleichen die Preisdifferenz zwischen einem Bus mit Dieselmotor und einem mit Wasserstoff aus. Ein Bus braucht 25 kg Wasserstoff für ca. 200 km. Der Tank muss einem Druck von bis zu 700 Bar standhalten. Elf der bisherigen Busse wurden aus den Niederlanden bezogen, fünf neuere aus Polen.

Deutsche LKW- bzw. Bushersteller haben noch keine Wasserstoffbusse im Angebot, es werde aber daran geforscht.

Im PKW-Bereich ist vor allem Toyota mit seinem Mirai bekannt geworden. Auch der Referent fährt einen solchen und ließ uns seine Begeisterung daran spüren.

Herr Dr. Möllmann unterbreitete uns seine interessanten Ausführungen mit vielen Grafiken und Lichtbildern. Sein Credo: Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft.

Es schloss sich noch eine kurze Fragerunde an. Danach dankte Herr Winkelhag Herrn Dr. Möllmann – ebenso mit einer guten Flasche aus seinem Weinkeller und einem Blumenstrauß – und wünschte ihm und den anwesenden Teilnehmern einen guten Heimweg.

Text Friedrich Knäpper  –   Bilder Kurt Schürmann

Unser Schatzmeister wird geehrt

Der Vorstand der Senioren-Union Hürth gratuliert Kurt Schürmann sehr herzlich zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Kurt Schürmann erhält diese besondere Auszeichnung für sein gemeinnütziges Engagement in vielen Vereinen und sozialen Einrichtungen.

Seit 25 Jahren ist er zudem Schatzmeister der Senioren-Union Hürth und pflegt auch deren offizielle Internetseite.

Wir freuen uns mit ihm und sind stolz, ihn in unseren Reihen zu haben .Für alle weiteren Aufgaben wünschen wir ihm viel Kraft und vor allem Gesundheit.

Text : Renate Jansen

Okos, Kaffe und Kuchen.

Informationsnachmittag mit Thomas Okos am 29. April 2022, 15 bis 17 Uhr – Bericht

Wegen der bevorstehenden NRW-Landtagswahl am 15. Mai hatten wir den Kandidaten der CDU für Frechen, Kerpen und Hürth zu einem Informationsnachmittag eingeladen, um ihn auch persönlich kennen zu lernen.

Otto Winkelhag begrüßte Herrn Okos, die anwesenden Mitglieder und Gäste der Seniorenunion und freute sich, dass wir uns nach langen Monaten endlich wieder im „Anna-Haus“ treffen konnten.  Sodann übergab er das Wort dem Referenten.

Thomas Okos (33) stellte sich kurz vor: Geboren in Frechen, seit 14 Jahren in der CDU aktiv,  Studium mit Abschluss Master Sc. Business Administration. Ehrenämter: Vorsitzender der CDU Frechen, Kreistagsabgeordneter und stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU, Mitglied im Haupt-, Personal- und Finanzausschuss. Beruflich ist er als Unternehmensberater am Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln beschäftigt.

In der Presse sei er als „jung an Jahren, aber in der Politik als alter Hase“ beschrieben worden. Er mache Politik vor Ort, auch durch Hausbesuche und habe sein „Ohr am Menschen“. Zurzeit bis spät in die Nacht intensivst im Wahlkampfmodus.

Seine Hauptthemen sind Wirtschaft & Strukturwandel, Mobilität und Heimat.

Um den Ausstieg aus der Braunkohle zu schaffen, braucht es für einen sozialverträglichen Strukturwandel, eine starke Wirtschaft und moderne Arbeitsplätze.

Für die Mobilität sei ein breiter Mix aus PKW, Bussen und Fahrrädern erforderlich. Hürth hat z. Z. die meisten mit Wasserstoff angetriebenen Busse Europas. Bis 2030 sollen diese (sehr teuren) emissionsfreien Busse kreisweit eingesetzt werden. Als verkehrspolitischer Sprecher im Kreistag wird er sich auch für den ÖPNV einsetzen, ohne die anderen Bereiche zu vernachlässigen.

Zur Heimat gehören das Schulsystem, die Bildung und die innere Sicherheit. In letzterem Bereich ist durch Aktivitäten des Innenministers Reul besonders viel bewegt worden.  Wichtig sei ein ausgewogenes Sozialgefüge, dies auch im Hinblick auf die „Babyboomer“, die in den nächsten Jahren in Rente gehen würden.

Über den Ministerpräsidenten Hendrik Wüst sagt er, dass dieser die politische Stabilität garantiere, er sei ein verbindlicher „Teamplayer“, der mit einem Votum von mehr Stimmen, als die Koalition aufbiete, gewählt wurde. Für die jetzige Regierung spreche auch, dass sie seit 5 Jahren mit nur einer Stimme Mehrheit im Landtag effizient regiere.

Otto Winkelhag dankte Herrn Okos für sein Kommen und seine Ausführungen mit einer guten Flasche Rotwein von der Ahr. Das grüne Bändchen solle die Hoffnung auf den Gewinn des Direktmandats hinweisen, nicht auf eine gewünschte Koalition.

Dann endlich gab’s den guten Apfelkuchen mit Sahne von der Bäckerei Welter…

Text Friedrich Knäpper  –   Bilder Kurt Schürmann

Vorstandssitzung am 17.5.22

Hürth, 3. Mai 2022

Liebe Vorstandsmitglieder,

Einladung zur Sitzung am Dienstag, dem 17. Mai 10:00 – 12:00 Uhr in der „Hubertusstube“ des Schützenhauses, Kölnstr., Hürth-Hermülheim

Es ist nachstehende

Tagesordnung

geplant:

TOP 1        Begrüßung und Bericht durch den Vorsitzenden und/oder Vorstandsmitglieder

TOP 2        Offener Sitzungspunkt lt. Beschluss vom 26.4. – Gäste

TOP 3       Genehmigung des Protokolls der Sitzung vom 26. April 2022

TOP 4        NRW Wahlergebnis – Ergebnis von Thomas Okos

TOP 5        Mitgliederveranstaltungen – Vorschläge von Otto Winkelhag:

  • Beerdigungskultur in Hürth – Vortrag (Stadtverwaltung)
  • Seniorenbeirat: Bericht über Tätigkeiten – Vortrag Günther Undorf,
  • SANA Krankenhaus: weitere Spezialisierung
  • KD – Schiffstour

TOP 6        Neue Flyer auflegen? Muster von SU Bonn (TOP 7 vom 26.4.)

TOP 7        Kurzbericht des Schatzmeisters

TOP 8        Verschiedenes

Mit freundlichen Grüßen