Planetarium Besuch

6.4.19 Planetarium Köln

 Senioren Union der CDU – Stadtverband Hürth

 Besuch im Planetarium Köln-Nippes, Blücherstraße am 6. März 2019

 Oh je, nur noch 5 Milliarden Jahre – dann wird unsere schöne Erde nicht mehr sein, sie verbrennt in der Hitze der Sonne, die uns zu nahe kommt. Merkur und Venus, die näher als die Erde um die Sonne kreisen, hat dieses Schicksal dann längst ereilt…

Diese „düsteren“ Aussichten vermittelte uns – 25 Mitgliedern der Senioren Union – Herr Tim Ruster (Jurastudent) überaus eindrucksvoll. Dabei hatte doch der Urknall erst vor 13,7 Mrd. Jahren stattgefunden. Nicht nur unser Leben ist endlich, auch das ganze Weltall wird eines sehr, sehr, sehr fernen Tages nicht mehr sein: dann findet der „Große Riss“ statt.

Vorher wird der Weltraum (eigentlich kein Raum, da unendlich!), in dem die Erde ein winziges „Körnchen“ ist, in mehr als Lichtgeschwindigkeit größer. Ob es noch einen zweiten Himmelskörper gibt, auf dem Leben möglich ist, werden wir wohl nie erfahren. Vom Mond wissen wir es durch mehrere Besuche. Vom Mars, der z. Z. en Vogue ist, wissen wir, dass er eine „Rostkugel“ ist, daher seine rötliche Farbe am Abendhimmel. Wasser und Luft – Fehlanzeige. Zu noch entfernteren Planeten zu reisen fehlt die Technik, dahin zu gelangen.

Befassen wir uns also weiter mit der Erforschung von hier aus. Unsere Galaxie besteht aus etwa 200 Mrd. Sternen und ist trotzdem nur ein kleiner Teil des Weltalls. Man nimmt an, dass es 200 Galaxien gibt. Und was ist dahinter? Nichts, weil es ein „dahinter“ gar nicht gibt. Im Wort „Weltall“, wie auch im Wort „Universum“, steckt die Bedeutung „alles“. Außerhalb gibt es also, physikalisch gesehen, keinen Raum. Das Weltall ist grenzenlos.

Von unserer Galaxie bis zur nächst entfernten, der Andromeda-Galaxie, sind es etwa 2,5 Millionen Lichtjahre (1 Lichtjahr = ca. 9,5 Billionen km). Ganz schön weit…

Unsere Sonne erwärmte uns mit erfreulichen 20° beim Weg zum Planetarium im Leonardo-da-Vinci-Gymnasium in der Blücherstraße. Auf der Sonne selbst sind es 5000° und in ihrem Inneren 15.000°.

Um die Sonne kreisen nur noch 8 Planeten, Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Pluto wurde als „Zwergplanet“ als zu klein erachtet und als Asteroid eingestuft. Jupiter und Saturn sind Gasplaneten, eine Landung wäre nicht möglich, da keine Materie. Die Planeten haben unterschiedliche Umlaufzeiten um die Sonne und unterschiedliche Rotationszeiten. Merkur ist in 88 Tagen einmal rum (Erde 365 Tage), Neptun braucht fast 165 Jahre, um einmal um die Sonne zu

kreisen. Die Namen wurden den Planeten von den Römern gegeben, z. B. „Merkur“, weil er als Götterbote der schnellste ist. Die kannten die Planeten schon lange vor Christi Geburt.

Besonders gefährlich sind die „Schwarzen Löcher“. Zum Glück ist keins in der Nähe! Schwarze Löcher verschlucken unter gewissen Bedingungen Strahlung und Materie. Die Punkte, wo es kein Zurück mehr gibt, bilden eine sphärische Region, die man Ereignishorizont nennt. Zwei benachbarte Schwarzen Löcher verursachen Gravitationswellen, deren Nachweis immerhin voriges Jahr einem US-Astrophysiker den Nobelpreis eingebracht hatte.

Die Griechen hatten im Altertum den Sternenhimmel in 13 Teile geteilt, da es aber nur 12 Monate gibt, wurden später zwölf  daraus – mit Sternbildern. Einige davon erklärte Herr Ruster am Sternenhimmel im Keller des Gymnasiums. Ein Teil dieses Kellers beinhaltete Bilder und Exponate aus der Astrologie, vom früheren Direktor und Ehrenamtlichen liebevoll zusammengetragen.

Unser Vorstandsmitglied Wolfgang Loeser hatte den Vorschlag zum diesem Ausflug nach Nippes gemacht. Es war ein gelungener Nachmittag, der „Em goldene Kappes“ seinen feucht fröhlichen Abschluss fand.

 

 Friedrich Knäpper