Jahresfahrt 2014 nach Mecklenburg-Vorpommern

Thema: Politische Innenansichten eines Bundeslandes im Umbruch

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Mit der Senioren-Union Hürth waren wir 7 Tage in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs. Die Reise war von der Karl-Arnold-Stiftung e.V. ausgearbeitet, alle Besichtigungen undUnterkünfte in Schwerin und Rostock organisiert und gebucht, sodass wir nie unnütze Wartezeiten hatten.

Der Leiter der Fahrt, Herr Blömer, hat uns umsichtig geführt und die eingeplanten Mittagessen und Pausen gut organisiert.

Unser Busfahrer, Herr Philipp Fullgraf, lenkte den Bus zu jeder Zeit zuverlässig und sicher.

In Schwerin und Rostock waren wir in sehr guten Hotels der Steigenberger Gruppe untergebracht.

Beide Hotels lagen zentral und wir konnten Spaziergänge in das Zentrum, die  Altstadt, ohne weite Wege unternehmen.

Sonntag, 22. Juni

7.30 pünktlich Abfahrt in Hürth  – da unsere Gruppe sehr klein war, hatten sich Reisende aus Düsseldorf, Köln, Siegburg und Solingen, die in Köln zustiegen, angeschlossen, so waren wir nun insgesamt 22 Teilnehmer.P1040442

Herr Schürmann und Herr Faßbender hatten die Leitung bei den Reisenden der Hürther Senioren-Union übernommen.

Unsere Fahrt verlief problemlos, so dass wir am späten Nachmittag in Schwerin ankamen.

Montag, 23. Juni

9.00 Stadtrundfahrt mit unserem Bus in die Außenbezirke von Schwerin.

Der örtliche Stadtführer, Herr Dietrich Bussler, erzählte uns auf der Fahrt durch die herrliche Landschaft, daß es in Mecklenburg-Vorpommern 2300 Seen gibt und alle Ortschaften ca. 30 km von einander entfernt liegen. 30 km war die Strecke, die ein Pferd an einem Tag zurück legen konnte. So siedelten sich an diesen Punkten Ortschaften an. Es gab damals in dieser Region 500 adlige Familien, Großgrundbesitzer, auch Junker genannt. Durch geschickte Politik vergrößerten sie ihren Grundbesitz immer weiter. Bis zum Jahre 1820 galt in diesem Gebiet die Leibeigenschaft.

Lange, gerade Alleen durchziehen das Land. Sie wurden von den Grundbesitzern gebaut, weil diese so ihre Erzeugnisse von den riesigen Feldern einfach zu den Lagerstätten und Verarbeitungsbetrieben schaffen konnten.

P1040440P1040441Wir besuchten das Jagdschloss Wiligrad, das am Steilufer des Schweriner Sees liegt. Es wurde von 1896 bis 1898 für Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg errichtet. In d

em großen Park kann man sowohl heimische wie auch exotische Bäume und eine große Zahl verschiedener Rhododendronbüsche sehen. Aus der Elisabeth-Quelle haben einige Teilnehmer unserer Gruppe frisches, angenehm kühles und wohlschmeckendes Quellwasser getrunken. Heute ist im Schloss der Kunstverein Wiligrad und das Landesamt für Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern untergebracht.

Wir fuhren zurück durch die Schlossgartenallee, vorbei an prächtigen Villen und Landhäusern.

Durch die Bäume ist auf der anderen Seeseite das Schweriner Schloss immer zu sehen! Ein schöner Anblick.

Zurück in Schwerin machten wir unsere Mittagspause und gegen 14.00 Uhr starteten wir den Stadtrundgang.

Schwerin 1160 wurde von Heinrich dem Löwen gegründet. Es geht ursprünglich auf eine slawische Siedlung des Oboniten-Fürsten Niklot zurück. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt weitgehend verschont und daher kann man die Backstein Architektur bewundern. Der 117,5 m hohe   Kirchturm des Schweriner Doms, auch ein Backsteingebäu

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de, ist der höchste des Landes. Der Grundstein des Doms wurde 1175 gelegt. Es ist ein evangelisches Gotteshaus.

Nicht weit entfernt liegt die katholische Kirche St. Anna.

P1040446Langsam kommt auf einer Insel das Schweriner Schloss in Sicht, der Höhepunkt des Tages! Über die historische Drehbrücke gelangen wir in den Schlossgarten. Wir spazieren durch den Garten, der von Lineè angelegt wurde. Viele Türme und Türmchen zieren das imposante Bauwerk. Hoch über dem Hauptportal im Innenhof steht das Reiterstandbild von Fürst Niklot.

Zwischen 1990 und 2009 wurde das Schloss restauriert. Heute ist der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und das Schlossmuseum darin untergebracht.

Dienstag, 24. Juni

Wir machten uns zu Fuß auf den Weg zum nicht weit entfernten „Dokumentationszentrum für die Opfer der Diktaturen in Deutschland“.

In einem Teil des Justizgebäudes von Schwerin, in dem auch heute noch bei Prozessen Häftlinge untergebracht werden, ist das Dokumentationszentrum auf 3 Etagen untergebracht. Die Leiterin, Frau Heike Müller, erzählte uns eindrucksvoll die Geschichte des Gebäudes. In der Zeit des Nationalsozialismus, während der sowjetischen Besatzung und in der DDR Zeit wurde es als Untersuchungshaftanstalt und Gefängnis genutzt. Wir konnten die verschiedenen Zellen sehen und uns an Hand der Fotos und Berichte einen Eindruck über die menschenverachtenden Methoden der damaligen Machthaber machen.

Anschließend fand ein Gespräch mit dem Zeitzeugen, Geologe Dr. Werner Schulz, statt. Er erzählte uns wie einfach es war in die Fänge der DDR Justiz zu geraten. Weil er als Geologe Kontakte mit Kollegen in Westdeutschland  unterhielt warf man ihm staatsfeindliches Verhalten vor. Er wurde zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, kam aber durch eine Amnestie nach eineinhalb Jahren vorzeitig frei.
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Erholt und gestärkt besuchten wir nach unserem gemeinsamen Mittagessen die Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern in der Schlossstrasse. Wir wurden von Herrn Mattner und Herrn Buck durch das aufwendig restaurierte Treppenhaus in den Sitzungssaal der z. Zt. mitregierenden CDU Fraktion geführt. Sie erklärten uns welche Aufgaben sie bei der zentralen Koordinierungsstelle der Regierung übernehmen.

P1040461Im Landtag begrüßte uns Herr Florian Stahlkopf. Er gab uns umfangreich Auskunft. Unsere Fragen bezüglich der Schwierigkeiten die ein Flächenland, wie Mecklenburg-Vorpommern, mit sich bringen, Altersstruktur der Bevölkerung, medizinische Versorgung, Arbeitslosigkeit usw. konnte er gut beantworten. Er hatte sich auf das Gespräch sehr gut vorbereitet. Zu unser aller Freude machte er es, trotz Schwierigkeiten, möglich, daß wir hoch im 4. Stock des Schlosses am Reiterstandbild von Fürst Niklot einen schönen Bl

ick über Schwerin hatten.P1040464

Der Rest des Tages war zur freien Verfügung.

Mittwoch, 25. Juni

Wir besuchten die Hansestadt Wismar und fuhren nachmittags weiter nach Rostock in unser zweites Hotel.

In Wismar erwartete uns der Stadtführer, Herr Lisewiki. Er hat uns umfangreich über die sehr wechselhafte Geschichte der Hansestadt erzählt. Wismar wurde im Jahre 1226 gegründet, und war schon 1259 Mitglied der Hanse. Es liegt an einem uralten Handelssweg. Wismar stand bis zum Jahre 1803 unter schwedischer Herrschaft. Wismar ist neben Rostock und Kiel ein bedeutender Ostseehafen, Umschlagplatz für große Güter und Anlegestelle Kreuzfahrtschiffe.

Nach der Mittagspause machten wir auf der Fahrt nach Rostock einen Zwischenstopp in Bad Kühlungsborn. Im Sonnenschein spazierten wir über die Promenade und erfreuten uns des schönen Wetters. Bad Kühlungsborn entstand 1938 durch die Zusammenlegung zweier Orte in denen man schon 1857 Badeurlaub machen konnte.

Donnerstag, 26. Juni

Frau Bieny von Maltzan ist unsere Stadtführerin in der Hansestadt Rostock.

Rostock liegt an der Warnow und zieht sich bis zur Ostsee hin. Die Lage am Meer, die Hanse und der Hafen prägen das Bild der Stadt. Auf einem Hügel steht eindrucksvoll die St. Petrikirche mit ihrem 117 m hohen Turm, der oft durch Stürme beschädigt wurde, aber immer wieder aufgebaut wurde. Der Turm war einst Landmarke für Seeleute und Fischer. Ein Teil der alten Stadtmauer, das Steintor mit dem Siegel und Ratswappen der Stadt  und das Kröpeliner Tor aus dem Jahre 1280 ist noch erhalten.  Auf unserem Spaziergang durch die Hansestadt können wir die für die Norddeutsche Landschaft typische Backsteingotik mit ihren Keramikverzierungen bewundern.

Nach unserem gemeinsamen Mittagessen erwartet uns Herr Jörg Litschka von der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock. Der Hafen ist einer der großen Arbeitgeber mit ca. 1200  Arbeitsplätzen. Kreuzfahrtschiffe laufen ihn von Anfang Mai bis Anfang bis Mitte Oktober an. Sie bringen kurzfristig viele Touristen in die Stadt. Die Liegegebühren betragen ca. 30.000,– € für ein solches Schiff. Große Güter, Windkraftanlagen, Offshore-Anlagen und Ölplattformen werden verschifft. Im Ölhafen wird Rohöl angelandet und verarbeitet. Brotgetreide von den riesigen Feldern Mecklenburg-Vorpommern wird verschifft. Ein spezielles Logistikzentrum sorgt für den reibungslosen Ablauf. Wir haben erfahren wie umfangreich und vielfältig die Arbeit in einem Hafen ist.

Der Rest des Tages war zur freien Verfügung.

Freitag, 27. Juni

Wir fahren zum Ostseebad Warnemünde und besuchen das Leibniz-Institut für Ostseeforschung.

Der Deutsche Wetterdienst ist dort ansässig. Frau Dr. Regine Labrenz führt uns durch einen Teil des  Hauses, in dem auch Werke von Günther Grass ausgestellt sind. Wie ein roter Faden durchzieht „Der Butt“ die ganze Präsentation.

Vorrangig wird die Geschichte und der jetzige Zustand der Ostsee wird erforscht. Die Ostsee-Anrainerstaaten haben sich zusammen geschlossen um so wirkungsvoller gegen die Verschmutzung  und die Altlasten der beiden großen Kriege vorzugehen.

Frau von Maltzan erwartet uns und wir spazieren gemeinsam durch das schöne Ostseebad Warnemünde. In Strandnähe stehen auch heute noch die typischen Fischerhäuser mit den vorgebauten Veranden in engen Straßen. Diese Veranden entstanden, als in den ersten Jahren der Badekultur immer mehr Badegäste kamen und die Unterkünfte knapp wurden. Der große feinsandige Strand lockt auch heute viele Urlauber an.

Nach dem Mittagessen haben wir Freizeit, jeder kann nach eigenen Wünschen den Nachmittag verbringen.

Zurück in Rostock heißt es Koffer packen, den morgen,

Samstag, 28. Juni

geht es zurück in die Heimat nach Hürth. Eine schöne Woche geht zu Ende, wir haben viel Neues und Interessantes erfahren und waren mit netten Leuten unterwegs. Das Wetter war gut, nicht zu warm und nicht zu kalt, der Schirm war nur einmal, kurz, im Einsatz.

Loni Fries

Quo vadis Europa?

Am Samstag, den 15.März 2014 fand im Ludwig-Erhard-Saal der KAS in Sankt Augustin die Tagung von 10-17 Uhr statt.

Zunächst beschrieb Dr. Caro in ihrem Referat „Stärken und Schwä-chen der europäischen Einigung – ein Rückblick“ die europäische Einigung von ihren Ursprüngen nach dem 2. Weltkrieg bis zum heuti-gen Stand (Montan-Union über zahlreiche Etappen wie EWG, Schen-gen, Einheitliche Akte, Verträge von Maastricht, Amsterdam, Nizza, Lissabon). Sie stellte fest, dass dieser Einigungsprozess eine respektable Erfolgsgeschichte ist, die uns Europäern Frieden, Freiheit, Freizügigkeit und wirtschaftlichen Wohlstand verschafft ha-be. Sie verhehlte aber nicht, dass dieser Einigungsprozess auch Schwächen erfahren und dabei in mancher Hinsicht Grundsätze der Solidarität und Subsidiarität missachtet hätte (Beispiel: Gurkenkrümmungserlass oder Glühbirnenverordnung). Sie wies auch darauf hin, dass solche Fehlentwicklungen sehr häufig ihre Ursache in Forderungen/ Vorschlägen von Mitgliedsländern gehabt hätten und nicht in Brüssel erfunden worden seien.

Der Euro und seine Zukunft war das Thema von Prof. Dr. Carsten Wesselmann. Seine anspruchsvollen, durch anschauliche Zahlendia-gramme belegten Ausführungen unterstrichen aus volkswirtschaftlich-internationaler Perspektive seine Überzeugung, dass die Einführung der gemeinsamen Währung in 18 Mitgliedsländern deren wirtschaftli-che Entwicklung in den meisten Fällen gefördert habe, Euroskeptizis-mus nicht angebracht sei und eine gute Zukunft der gemeinsamen Währung auch davon abhinge, baldmöglichst die notwendigen Fort-schritte in einer gemeinsamen Wirtschafts- und Fiskalpolitik zu erzie-len. Bemerkenswert war seine Aussage zu Griechenland: Dieses Land habe seine Reformbemühungen in erstaunlicher Weise vorangebracht – wie übrigens auch die anderen „Krisenländer“ Irland, Spanien und Portugal – und es sei einfach falsch, im-mer wieder zu behaupten, dass Milliarden Euros in diese Länder geflossen seien, denn die bisherigen Garantieerklärungen hätten nicht dazu geführt, dass auch nur ein einziger Euro „zurückgeflossen“ sei. Vielmehr hätten die vorgenommenen Reformen die Wirtschafts-kraft dieser Länder international gestärkt und die fiskal-politische Situation Europas und seiner Währung verbessert.

Das Thema Vertiefung und/oder Erweiterung der europäischen Integration wurde von Axel Voss behandelt. Er beschrieb aus-führlich die unterschiedlichen Motive, die bei der „Vertiefung“ eine Rolle gespielt hätten oder noch spielen (z. B. die Frage der Akzeptanz von „Übertragungseffekten“). Er warnte daher vor einer übereilten Aufnahme weiterer Mitglieder. Beide Seiten, sowohl die EU als auch die Beitrittskandidaten, müssten in der Lage sein, die Folgen der Erweiterung zu verkraften. Momentan sehe er eher auf Seiten der EU die vordringliche Notwendigkeit, sich aufnahmefähig zu machen (z.B. Frage der Größe des Europäischen Parlaments und dessen noch fehlende, legislative Kom-petenz). Andererseits müssten Beitrittskandidaten die erforderlichen, politischen und wirt-schaftlichen Voraussetzungen mitbringen. Eine Mitgliedschaft der Türkei sehe er deshalb in naher Zukunft nicht, auch wenn Beitrittsverhandlungen schon geführt würden; Ziel könne nach seiner Ansicht nur die „privilegierte Partnerschaft“ mit diesem Land sein.

Besuch des Melatenfriedhofes.

Unter dem Motto „Hier lieg ich, also war ich “ spazierten 25 aktive Mitglieder der CDU-Senioren Union Hürth mit sachkundiger Führung der Kölner Stadtführerin Dagmar Deiters durch die herbstlich gefärbten Wege des Kölner Zentralfriedhofes Melaten. Melaten2013003Dabei verstand es Frau Deiters, Geschichte und Entwicklung dieser Begräbnisstätte mit Anekdoten und Erzählungen aus dem Leben der Verstorbenen und ihre gesellschaftliche Bedeutung lebendig werden zu lassen.

Der Kölner Friedhof mitten im Herzen der Stadt ist ein idealer Ruhepol im hektischen Getriebe der Großstadt. Diese grüne Lunge ladet zu Entspannung und Besinnung über die eigene Vergänglichkeit ein.

Der zweistündige Friedhofsbesuch war für viele auch ein Stück gelebter Geschichte. Viele Namen auf den Grabsteinen sind immer wieder mit eigenen Erinnerungen verbunden: Schauspieler, Erfinder, große Familiennamen, deren Lebensweg manchem noch in guter Erinnerung geblieben ist.

Melaten2013006Melaten2013012Einst Richtstätte und Krankenstation für Aussätzige außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer wurde dieses Gelände unter Napoleon zum neuen Zentral-Friedhof umgestaltet, da alle innerstädtischen Friedhöfe aus hygienischen Gründen geschlossen werden mussten. Der Namen „Melaten“ stammt übrigens noch aus dieser französischen Zeit: „MALADE“ für krank. In den folgenden Jahrzehnten hat Melaten sich dann über mehrere Ausbaustufen zu seiner heutigen Größe entwickelt. Mit seiner Größe von ca. 60 Fußballfeldern soll er einer der größten Begräbnisstätten Deutschlands sein. Die Figur des Schellenknechts am Eingangstor erinnert heute noch an das Elend der Aussätzigen. Dieser bettelte für den Unterhalt der Leprakranken, die als Ausgestoßene keine Berührung mit den Bürgern in der Stadt haben durften. Da es zu damaliger Zeit keine staatliche Fürsorge für diese Kranken gab, wurde Betteln als normale mögliche Einkommensquelle toleriert, so wie heute noch in vielen Entwicklungsländern.

Melaten2013017Melaten2013014Ein Gang über den Friedhof ist für den Besucher, der mit offenen Augen durch die zahlreichen Wege führt, immer auch ein Gang durch die Kölner Stadtgeschichte. Ob Karnevalist, Schauspieler, Unternehmer, Filmgrößen, Erfinder:  viele berühmte Persönlichkeiten aus Köln haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Am Grab von Jupp Schmitz, berühmter Texter und Arrangeur vieler Karnevalshits, brachten wir ein musikalisches Ständchen dar: „Es geht alles vorüber, es geht alles vorbei…..“ . Es wird ihn sicherlich auf Wolke 7 gefreut haben.

Auf einem der breiten Baumalleen –genannt die Millionärsallee- finden sich dann die Prunkgräber der großen Kölner Bürgerfamilien und Unternehmer. In aufwendigen Grabdenkmälern und Gruften wurde hier über mehrere Generationen das Ansehen dieser Kölner Familien-Institutionen bewahrt: Namen wie Rautenstrauch, Wallraf und Joest, Haubrich, Pfeifer und Langen, Farina, Dumont, Disch, Deichmann, Oppenheim, Nicolaus August Otto, Mevissen und viele andere repräsentieren mit ihrer Familientradition ein stolzes Stück Kölner Geschichte. Sie finden auch heute noch in vielen Straßen- und Gebäudenamen ihre Würdigung.

Viele Ruhestätten auch über Köln hinaus bekannter Künstler wie Willi Birgel, Rene Deltgen, Dirk Bach und vor allem Willi Millowitsch sind heute  immer noch Besuchsziele treuer Verehrer. Dabei erweckt das Grab von Dirk Bach mit seiner rosa-farbigen künstlichen Gestaltung GedankeMelaten2013016nspiele über das Leben dieses extravakanten Schauspielers der Neuzeit.

In der Grabstätte der Kölner Jesuiten haben viele Mitglieder des Kölner Domkapitels ihre letzte Ruhestätte gefunden. Einer der bekannteste von Ihnen dürfte der isländische Schriftsteller Jön Sveinsson sein, der mit seinen Melaten2013009Kinderbüchern „Nonni“, in denen er über seine spannende Kindheit in Island erzählt, in vielen Ländern begeisterte Leser gefunden hat. Die Ruhebank an der Grabstätte ladet dann den Besucher zum Schmökern eines seiner Bücher ein.

Obwohl das Sprichwort sagt: „Im Tod sind alle gleich“ galt und gilt dies nicht für die Friedhofskultur. Wie im wirklichen Leben gibt und gab es auch in der Grabkultur eine gesellschaftliche Trennung: Reiche Familien leisteten sich repräsentative Grabmonumente und Gruften in repräsentativer Lage, die über Jahrzehnte von der Familie benutzt und gepflegt werden. Der einfache Bürger konnte sich nur eine schlichte Grabstelle leisten, die meist nach Ablauf der Ruhepflicht eingeebnet wird. Zudem galt für viele Jahrzehnte eine Trennung nach Religionszugehörigkeit – katholisch, evangelisch, jüdisch- . Heute jedoch finden auch Verstorbener arabischer Länder hier ihre Ruhestätte. Durch den gesellschaftlichen Wandel der Nachkriegszeit -Mobilität nachkommender Generationen, Friedwald- und Urnenbestattungen, seinen Reichtum stellt man nicht mehr zur Schau – verfallen diese PrunkgrMelaten2013001äber immer mehr.

Selbst einfache Bürger können daher heute eine Grabstätte in zentraler Lage erwerben – allerdings verbunden mit erheblichen Auflagen. Immer wieder sucht die Stadt Köln handwerklich versierte oder finanzkräftige Bürger, die eine Patenschaft für eine der verwitternden Grabanlagen übernehmen. Der Pate ist verpflichtet, die Grabanlage Melaten2013013fachgerecht zu renovieren und zu pflegen -sicherlich keine einfache Aufgabe- und erwirbt damit das Recht, sich und seine Familienmitglieder darin zu beerdigen.

Nach diesem Spaziergang durch den bunt gefärbten Blätterwald von Melaten nahmen wir dann gerne die Gelegenheit war, uns bei einem gemeinsamen Essen von der herbstlichen Kälte zu erholen.

Paul Breuer

Adventsfeier 2013

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Nach der Begrüßung durch den Stellvertreter des Vorsitzenden Christian Faßbender sprach Pfarrerin Frau Birgden zum Advent und der kommenden Weihnacht. Aus den vorgelegten Texten sang sie gemeinsam mit uns Weihnachtslieder. P1040049

Am Schluss las sie dazu eine Geschichte vor: „Maria und Josef auf Herbergssuche“. Maria war ungehalten und machte Josef dauernd Vorwürfe, was er alles vergessen bzw. falsch gemacht hatte. Schließlich fanden sie eine Herberge.

P1040048Im Anschluss machte sich der Fraktionsvorsitzende der CDU im Hürther Rat, Dirk Breuer, Gedanken zu einem Zitat von Meister Eckehart (1260-1306): „Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen“.P1040051

Nach dem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen sangen uns Kinder aus dem Kinderchor der Pfarreien Alt-Hürth und Berrenrath unter der Leitung von Chorleiter Bak Advents- und Weihnachtslieder vor, bei denen wir stellenweise mitsingen konnten.

Bert Heuser

Reise nach Frankfurt vom 7.-11.10.2013

Am Morgen starteten wir mit einer Gruppe von 25 SU Senioren unsere Fahrt. In Siegburg nahmen wir noch 4 weitere Gäste auf.P1030993

Am ersten Tag: geführter Rundgang und Fahrt durch Frankfurt.

Der Name geht auf eine Legende zurück:

794 musste Karl der Große mit seinen geschlagenen Franken vor den Sachsen fliehen und kam an den Main. Durch Zufall fand er eine seichte Stelle (Furt) und war in Sicherheit.FrankfurtSU2013002

Wir trafen uns mit der Führerin am Römerberg vor dem Römer, dem Frankfurter Rathaus, benannt nach einem italienischen Kaufmann, der sich dieses Haus erbaute.

Weiter ging es in die Altstadt: von den vielen Fachwerkhäusern waren nur 2 im 2.ten Weltkrieg verschon geblieben. Allerdings war die damalige Altstadt seit etwa 1900 ein Armenviertel, da die Industrie mit ihren Arbeitsplätzen in die Vororte abgewandert war.

FrankfurtSU2013004FrankfurtSU2013005Der „Kaiserdom“ ist eine normale Kirche. Hier wurden im 13.ten Jahrhundert die deutschen Könige, ab 1562 die Könige zu Kaisern gekrönt. Die anschließende Rundfahrt zeigte uns viele Sehenswürdigkeiten und führte zum Schluss zu unserem Quartier dem Holiday Inn.

Am 2.ten Tag galt unser Besuch der Frankfurter Börse, seit 1585 nur eine Geldtauschbörse ab 1820 wurden auch Aktien gehandelt. Im Parkett konnten wir den Händlern zusehen.

FrankfurtSU2013020In der Paulskirche tagte von 1848 -49 die Deutsche Nationalversammlung. Die 799 Abgeordneten waren mit großen Hoffnungen angereist. Es ging um Großdeutsch (mit Österreich) oder Kleindeutsch. Als dann der preußische König die ihm angebotene Erbkaiserkrone ablehnte, war die Nationalversammlung gescheitert. Nach dem Krieg wurde die Paulkirche wieder aufgebaut und bietet heute wichtigen Versammlungen einen würdigen Rahmen.

Die Aufgaben der Deutsche Bundesbank sind einmal, die Geschäftsbanken mit Geld zu versorgen, zum Anderen für die Preisstabilität zu sorgen. In der Diskussion wurden folgende Fragen angesprochen: Eigenkapital der Banken, die Rolle des Steuerzahlers und die Entscheidung, wer verantwortlich ist, die Banken oder die Politik.

FrankfurtSU2013006FrankfurtSU2013007Informationsbesuch im Hessischen Landtag: nach dem 2.ten Weltkrieg bestimmten die Amerikaner das Schloss des Herzogs von Nassau als Tagungsort. 2005 zogen die Abgeordneten in den neuen Plenarsaal ein. Für das Gespräch mit den Abgeordneten war nur die Linke vertreten, CDU und FDP stellten Referenten. Die Diskussion drehte sich um die Fragen, welche Prioritäten der neugewählte Landtag behandeln soll.

Am Nachmittag stand eine kommentierte Rundfahrt durch den Rheingau an. Wir fuhren am Rhein entlang und dann hinauf zum Johannisberg, mit schöner Aussicht auf die Rheinebene. Weiter ging dann FrankfurtSU2013010die Fahrt zum Kloster Eberbach, eine Gründung der Zisterzienser 1131. Die FrankfurtSU2013011Mönche hatten mit dem Weinbau begonnen. Heute gehört der „Steinbergkeller“ als größtes Weingut dem hessischen Staat. Die Verarbeitung erfolgt unterirdisch. Hier hatten wir auch 3mal Gelegenheit den Wein zu verkosten. Der Abend klang aus mit einem Essen in der Klosterschänke.

Nach dem Sicherheitscheck im Frankfurter Flughafen fuhren wir mit dem Führer auf das Flughafengelände und machten Station an dem Airbus A380. Wir beobachteten mehrere Starts und Landungen. Die Bodenzeit der Flugzeuge beträgt für kleine Flugzeuge 45 min. und für große 90 min. In dieser Zeit ist alles zu erledigen. 78000 Mitarbeiter sind auf dem Flughafen beschäftigt. Er ist so komplett, wie eine kleine Stadt. Was die Berliner „Großflughafen“ nennen, ist in Frankfurt als Terminal 3 im Bau. Die angebotene Hilfe seitens Frankfurts hat Berlin abgelehnt.

FrankfurtSU2013014FrankfurtSU2013008Der vorgesehene Besuch der EZB wurde leider kurzfristig abgesagt. Stattdessen besuchten wir das Geburtshaus von Goethe,

Anschließend machten wir uns auf die Heimreise. Eine von den Themen her interessanter Reise fand allgemein Beifall.

Bert Heuser

Fahrt nach Limburg

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am 7.09.2013 haben wir eine Fahrt nach Limburg und Umgebung eingeplant. Für das leibliche Wohl wird geplant.SULimburg2013001

Ein Bericht hat Herr Gerd Fabian zugesagt.SULimburg2013019SULimburg2013002

Bildzeile:SULimburg2013006SULimburg2013007SULimburg2013008

Der Dom:SULimburg2013015SULimburg2013013SULimburg2013014

Besuch im Bundessprachenamt am 17. Mai 2013

Die beste Note ist die Vier und um die Sprachausbildung in einer von 48 angebotenen Sprachen erfolgreich in den Fächern Sprechen, Hören, Lesen und Schreiben zu bestehen, sollten die Noten nach Abschluss des Kurses nicht unter 4,4,3,3 (2) sein. IMG_7070IMG_7067So erklärte es uns Herr Matthey, Abt.-Leiter Sprachenschule und somit für die Einstellung, Ausbildung und Koordination aller Lehrpersonen an über 70 Dienstorten des Bundessprachenamtes (BSprA) zuständig.

Begrüßt wurde unsere Gruppe am Bundessprachenamt interessierter Mitglieder der Senioren-Union vom Präsidenten des Amtes, Herrn Steimels, der Herrn Matthey für die gut zweistündige Informationsveranstaltung abgestellt hatte. Es wurde eine ausgesprochen interessante Begegnung.

Das Bundessprachenamt untersteht als Bundesoberbehörde dem Verteidigungsministerium, es ist durch die zahlreichen Auslandseinsätze der Bundeswehr wichtiger denn je. Aber nicht nur Soldaten werden sprachlich vorbereitet auf die Länder in denen sie Dienst tun, auch die Attachés in den Botschaften der Bundesrepublik Deutschland werden in den jeweiligen Landessprachen ihres Einsatzes geschult. Je nach Sprache und Vorkenntnissen kann die Ausbildung zwischen drei Wochen und eineinhalb Jahren dauern. Crashkurse auch in wenigen Tagen. Sprachführer für Bundeswehrangehörige gibt es in 14 Sprachen. Für Mariner gibt es andere Schulungen als z.B. für Angehörige der Luftwaffe.IMG_7076IMG_7086

Seit über 44 Jahren besteht das Bundessprachenamt in Hürth. Von den p. a. ca. 20.000 Lehrgangsteilnehmern sind ca. 84 % Soldaten aus 60 Ländern. Die Kosten für die Kurse übernimmt zum größten Teil Deutschland, nicht ganz uneigennützig. Der Nebeneffekt ist ein positives Deutschlandbild, das sich auch auf den Export auswirkt. Viele der ausländischen Lehrgangsteilnehmer studieren mit Ihren erworbenen Deutschkenntnissen anschließend an der Führungsakademie in Hamburg, um in den Heimatländern später Führungspositionen einzunehmen. Hinzu kommt Fremdsprachenunterricht für Zivilbedienstete des Bundes und der Länder. So wird z.B. Fachenglisch für Betriebsprüfer der Steuerverwaltungen der Länder oder für die Generalanwaltschaft und die Bundesgerichte in Karlsruhe und Leipzig erteilt. Beamte der Bundesministerien werden für internationale Aufgaben bei der EU oder der NATO sprachlich vorbereitet.

Der Sprachmittlerdienst ist die Abteilung, die Übersetzen, Dolmetschen und die Terminologiearbeit übernimmt. Pro Jahr gibt es ca. 15.500 Übersetzungsaufträge in und aus mehr als 20 Sprachen und ca. 20.000 Dolmetschstunden. Wichtig bei der Terminologiearbeit sind die Handbücher in Englisch für technisches Gerät. (Das U-Boot-Sehrohr heißt eben nicht „looking pipe“ sondern „periscope“). Überall dort, wo deutsche Streitkräfte eng mit den Verbündeten zusammenarbeiten, besteht ein hoher Bedarf an sprachlicher Unterstützung durch den Sprachmittlerdienst. Diese Dienstleistungen werden nicht nur in der Zentrale in Hürth sondern auch an 55 Dienstorten im In- und Ausland erbracht.

Wir danken Herrn Matthey für die überaus lebhaften Informationsstunden.

gez. Friedrich Knäpper

Große Kölner Hafenrundfahrt am 26. Juni 2013

Da das kühle Wetter nicht gerade zu einer Rheinfahrt lockte, waren wir 33 Mitglieder der Senioren-Union froh, dass unsere Plätze auf der „MS Rhein Cargo“ im Bug und hinter Glas reserviert waren. So hatten wir beste Sicht auf das Rheinpanorama und einer versierten Stadtführerin (ihren Namen dürfen wir nicht nennen), seit 20 Jahren tätig und seit gut einem Jahr auf dem Schiff.

Bei der Vorbeifahrt am Rheinau- und Deutzer Hafen brachte sie uns die Stadtgeschichte und alles was wir rechts und links vom Rhein sahen, launisch und inHafenrundfahrt2013010 gepflegtem Kölsch nahe. Der letzte Warenumschlag im Rheinauhafen war 2003, die Entwicklung beim „Wohnen am Strom“ haben wir alle mitbekommen. Dagegen wir der Deutzer Hafen durch die ansässigen Firmen wie z.B. die Kampffmeyer-Mühle (vormals Auer und Ellmühle) und ein Schrotthandel eifrig genutzt. In die beiden Häfen konnten wir nicht fahren, dazu war unser Schiff zu groß. In südlicher Richtung ging’s bis zur Südbrücke, dann an den Poller Wiesen vorbei nach Norden.Hafenrundfahrt2013006Hafenrundfahrt2013008

Wir erfuhren, dass der Rhein der meist befahrene Fluss auf der Welt ist, aber bei 8,30 m ist Stillstand angesagt. Davon sind wir z. Z. aber weit entfernt, im Gegenteil: In Höhe der Einfahrten zwischen Rheinau- und Deutzer Hafen gibt es die „Kölner Platte“, die sich durch die Verbreiterung des Flussbetts ergibt. Hier wird monatlich die Höhe ausgelotet, um bei Bedarf die Fahrrinne zu vertiefen. Wenn auch im Rheinauhafen außer Privatbooten und Yachten keine Schiffe mehr anlegen, so „legen“ doch umso mehr Autos an. Das zweitgrößte Parkhaus der Welt mit 2200 Plätzen findet man dort unterirdisch.Hafenrundfahrt2013005Hafenrundfahrt2013004

Weiter ging es Rhein abwärts, an den ehemaligen Messehallen und am LVR-Turm vorbei ebenso am Rheinpark von 1957. Das Zeltdach über dem Tanzbrunnen wurde von dem Architekten Frei Otto „als Übung“ entworfen. 1972 wurde nach seinen Plänen das Dach über dem Olympiastadion in München gespannt.

Im Mülheimer Hafen drehten wir dann eine Runde vorbei an Gefahrgut-Frachtschiffen, die mittels blauer Kegel auf die Gefährlichkeit ihrer Ladung hinweisen müssen. In diesem Hafen ist auch Betrieb durch eine Schiffsreparaturwerft. Einige Yachten lagen an Land, vielleicht auch, weil die Saison auf dem Rhein noch nicht begonnen hatte.

Unter der Mülheimer Brücke von 1929 – die erste Brücke im „Kölner Brückengrün“ oder auch „Adenauers Brückengrün“ ging es weiter de Rhing eraff – am Stammheimer Schlosspark vorbei – zum Niehler Hafen. Dies ist der größte von Köln, der von der Stadt eigenen Häfen- und Güterverkehr Köln (HGK) betrieben wird: 480.000 qm Wasserfläche, 4 Becken, davon das 4. mit 70.000 qm Wasserfläche. In diesem überwintern die KD-Schiffe und auch Flußkreuzfahrtschiffe.Hafenrundfahrt2013003

Im Niehler Hafen (erste Pläne 1912, Bauzeit von 1922 bis 1925) fielen uns die große Siloanlage der Spedition Schmitt auf, die Asphalt-Mischwerke, große Schrottmengen mit zum Teil silbrigen Stanzabfälle von FORD. Auch Pfeiffer&Langen ist vertreten. Insgesamt sind in den vier Becken 160 Liegeplätze, weil dieser Hafen auch als „Schutzhafen“ fungiert. Der Umschlag p.a. beträgt mehr als 2 Mio. Tonnen mit ca. 2200 Schiffen. Zumeist per Containerverladung.

Der Rückweg führte uns nach knapp drei Stunden froh gelaunt und gut unterhalten vorbei an der „Bastei“ von 1924, dem mittelalterlichen Türmchen, wo der „Weckschnapp“ einst gestanden hatte, dem Kunibertskloster, der jüngsten der 12 romanischen Kirchen in Köln und an dem entkernten Bau der ehemaligen Reichs- später Bundesbahndirektion.

Friedrich Knäpper

Politisches Frühstück am 20. April 2013 in „St. Ursula“ der Caritas, Hürth

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Herr Faßbender begrüßt die Gäste und Mitveranstalter der heutigen Versammlung sowiePolFrühstück2013008

die Mitglieder der Senioren-Union und eröffnet um 10 Uhr die Veranstaltung.

Anlässlich des politischen Frühstücks, zu dem die Senioren-Union der CDU, Frauenunion, CDA und Junge Union, alle Hürth die CDU-Politiker Dirk Breuer (Vorsitzender der CDU- Fraktion im Hürther Stadtrat), Gerd Fabian (Stadtverbandsvorsitzender der CDU) und Dr. Georg Kippels (Bundestagskandidat der CDU) eingeladen hatten, äußerten sich die CDU-Politiker zu aktuellen Fragen.

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Dirk Breuer berichtete über die städtische Politik. Schwerpunkte seiner Ausführungen waren drei Themen:

Schulkonzept: Die Kosten für eine neue Gesamtschule lagen lt. ursprünglichem Kostenrahmen der Verwaltung bei 32 Mio. Euro. Nach Durchführung des Architektenwettbewerbs liegt der Kostenrahmen nun bei 35 Mio. Euro, wobei die tatsächlichen Kosten um 35 % nach oben abweichen können und somit bis zu 47,5 Mio. Euro betragen können. Es gebe keine Gegenfinanzierung, obwohl ein Arbeitskreis gebildet worden sei, der hierzu Vorschläge entwickeln sollte. Die Gesamtschulpläne gefährden nach seiner Auffassung andere vordringliche Projekte, so dass kein Geld mehr bspw. zur Aufstockung bei den OGS-Plätzen vorhanden sei.

Wirtschaft: Es fehle eine Gesamtstrategie für Unternehmenszuwächse in Hürth. Eine Anfrage der CDU nach den letzten Zuwächsen konnte von der Stadt nicht beantwortet werden. Es gibt einen Auspendlerüberschuss, weil Industrie- oder Gewerbeansiedlungen mit nennenswertem Potenzial fehlen. Die Gewerbesteuer liegt seit Anfang 2013 über den Hebesätzen von Köln. Gewerbeflächen in Kalscheuren sind erschlossen, aber erst zum Teil vermarktet. Die Einnahmebasis müsse verbessert werde. Er befürchtet, dass auf die Bürger nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 höhere Grundsteuern zu kämen, sollte die SPD erneut die Mehrheit erringen.

Energie: 2014 läuft der Fernwärme-Vertrag zwischen RWE und Stadt aus. Bisher gibt es noch keine beschlussfähigen Vorschläge seitens der Stadtwerke, wie es weitergehen könnte.

PolFrühstück2013005Gerd Fabian berichtet auch über die Verkehrspolitik. Diese laufe nicht gut in Hürth, vor allem bezüglich der Luxemburger Str. Wegen der Verlegung sind noch Widerstände seitens einiger Bürger anhängig.

Geplant seinen Anbindungen der L183 an die A4 (Auffahrt in Richtung Köln) und an die A1 in beide Richtungen. ÖPNV: Ab Ende 2015 wird die Reoginalbahn RB48  der Linie Köln-Bonn zweimal stündlich in Kalscheuren halten.

Für den Rhein-Erft-Kreis sei es wichtig, dass im September Michael Kreuzberg als Landrat gewählt würde.

Er weist darauf hin, dass am 26.4. der Generalsekretär der CDU im Land, Bodo Löttgen nach Fischenich komme, um über den „Countdown Kommunalwahl“ zu sprechen.

PolFrühstück2013007Dr. Georg Kippels – Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat von Bedburg und Bundestagskandidat für die CDU als Nachfolger von Willi Zylajew – benennt drei seiner wichtigsten Themen:

Wohnbausituation in Bezug auf medizinische Versorgung für Senioren. Er steht für häusliche Pflege und sieht hier eine Kostenentlastung für den öffentlichePolFrühstück2013010n Haushalt.

Energieversorgung, um den Bedarf von Industrie Bevölkerung zu sichern und die

Ausbildung und Arbeitsmöglichkeiten von Jugendlichen. Hier seien verstärkt Ehrenamtler gefordert und benötigt. Das Ehrenamt müsse wieder stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung treten.

Im Anschluss weist Herr Faßbender auf die nächsten Veranstaltungen der Senioren-Union hin:PolFrühstück2013009

17.5. Besuch des Bundessprachenamts um 11 Uhr

26.6. Hafenrundfahrt ab 14 Uhr (Treffen am Kiebitzweg vorher)

7. – 11.10. Mehrtagesfahrt nach Frankfurt

Herr Britz dankt zum Abschluss im Namen der Mitglieder auch unseren weiteren Gästen Maria Graf-Leimbach (FU), Peter Zylajew und Udo Leuer (CDA) für ihr Kommen und beendet das politische Frühstück um 12 Uhr.

gez. Friedrich Knäpper

Fiedhofbesuch: Ingenerf

Unser jährliche Besuch am Grab von Herrn Ingenerf ist am 21.2.2013 um 11 Uhr. Treffen am Parkplatz