im April fahren wir ins Neandertalmuseum
Feb. 13 2017
Mehrtagesfahrt vom 16. bis 19. März 2017:
Papenburg – Bremerhaven – Wilhelmshaven – Bremen und Worpswede
Unter der bewährten Leitung von Herrn Richard Blömer, (Senioren-Union der CDU, Köln)
und Frau Gisela Manderla (MdB und Frauen-Union der CDU, Köln) machten sich Mitglieder dieser beiden Gruppen und zusätzlich der Senioren-Union, Hürth auf den Weg zur „Sondergruppenreise Norddeutschland“.
Herr Kaiser, unser Busfahrer der Fa. Breuer, Düren lenkte den 34er Bus sicher von Hürth über Köln in Richtung Norden. Von der Autobahn 31 und auf der ganzen Route hatten wir das Gefühl, in der Umgebung mehr Windräder als Bäume zu sehen. Herr Blömer stammt aus Vechta und erzählte von der armen Gegend in früheren Zeiten, wo die Menschen vom Torfabbau lebten.
Die erste Station sollte die Meyerwerft in Papenburg sein. Vorher gab’s aber noch im „Wirtshaus am Zeitspeicher“ in Papenburg ein reichhaltiges kaltes und warmes „Maritimes Buffet“. Dieses Wirtshaus liegt direkt an der historischen Alten Werft. Ein Kran ist das sichtbare Überbleibsel der Anfänge der berühmten Schiffswerft, die 1795 gegründet wurde und jetzt in 7. Generation als Familienunternehmen von Bernhard Meyer geführt wird..
Dank des Pioniergeistes der Meyers wurden bereits ab 1872 Eisenschiffe gebaut. Ein Schiff von 1913, die „Graf Goetzen“ erlangte besondere Berühmtheit: Es wurde in einzelnen großen Kisten nach Ostafrika zur Hafenstadt Daressalam geschickt. Von da ging es dann auf dem Landweg quer durch Ostafrika bis zum Tanganjika See, wo es von Papenburger Werftarbeitern wieder zusammengebaut wurde. Zusammen mit Katherine Hepburn und Humphrey Bogart spielt die „Graf Goetzen“ eine wichtige Rolle als Kanonenboot in dem Film „African Queen“. Wer kennt diesen Film nicht?
Die Meyerwerft ist eine der größten der Welt, berühmt durch den Bau von Kreuzfahrtschiffen. Wir sahen die 326 m lange „Norwegian Joy“ im Hafenbecken am Ausrüstungskai und die „World Dream“ als halbfertiges Schiff in der Werfthalle. Besondere Techniken (Blockbauprinzip) und Termingenauigkeit füllen die Auftragsbücher. Für die nächsten sechs Jahre sind die ca. 3.300 Werftarbeiter und Ingenieure voll beschäftigt.
In der interessanten zweistündigen Führung durch Herrn Hildebrand sahen wir Filme in Zeitraffertechnik über den Bau eines Schiffes, erfuhren viel über die Geschichte der Werft und gingen durch nachgebaute Kabinen der diverser Kreuzfahrtschiffe von verschiedenen Reedereien, z.B. AIDA, MSC, Disney usw.
Der Tag endete nach der Weiterfahrt nach Bremerhaven (BHV) im modernen „Nordsee Hotel“ im Stadtzentrum.
Zu ziviler Zeit um 8:30 startete unser Bus am nächsten Morgen nach Wilhelmshaven (WHV). Auf dem Programm stand die Besichtigung der Marinebasis „Einsatzflottille 2“, des größten Marinestandortes der Bundeswehr („2“ steht für Nordsee, „1“ ist die Ostsee, diese Bezeichnung stammt noch aus „Kaisers Zeiten“). Unterwegs hatte uns Frau Manderla, die auch im Verteidigungsausschuss tätig ist, eine Überraschung avisiert. Wir waren gespannt.
Empfangen wurden wir von Obltd. zur See Frau Koch, die uns zum Kommandeur der Marinebasis Admiral Müller-Meinhard und Korvettenkapitän Giezelt begleitete. Letzterer stellte uns in seinem Vortrag die Basis vor, Geschichte, Auftrag, Ausbildung und Operationen.1853 erhielt Preußen am Jadebusen eine 334 Hektar große Fläche. 1858 beginnen die Arbeiten am Ausbau zu Werft und Hafen. Seit 1873 hat WHV Stadtrechte und ist, ebenso wie Kiel „Reichskriegshafen“.
1958 begann der Aufbau der Einsatzflottille 2 mit 5 Minensuchbooten der ehem. Kriegsmarine. In den folgenden Jahren entstand eine moderne Zerstörerflottille und Geleitboote der „Köln-Klasse“. Inzwischen sind die „Arbeitspferde der Marine“ Fregatten der Klasse F 123 und F 124, die neueste F 125. Die Fregatte „Köln“ liegt ausgemustert am Kai, die 4. dieses traditionsreichen Namens. Zwei Fregatten sind im Auslandseinsatz: Am Horn von Afrika zur Sicherung vor Piratenangriffen und vor der Küste Libanons zur Unterbindung von Waffenschmuggel. Die Mannschaften werden nach einigen Monaten getauscht, die Schiffe verbleiben im Operationsgebiet. Auch vor Libyen operiert unsere Marine.

WHV ist mit ca. 9000 Beschäftigten der größte BW-Stützpunkt. Per BW-Bus wurden wir – vorbei an den Brücken „Tirpitz“, „Gneisenau“ und „Graf Spee“ – durch das riesige Gelände gefahren und waren beeindruckt von bisherigen und angekündigten Baumaßnahmen. Die versprochene Überraschung war der Besuch und die Besichtigung der Fregatte „Bayern“. Fregattenkapitän Brüggemeier führte uns durch alle Decks und ließ keine Frage unbeantwortet. Mit Pfeifensignal wurden wir verabschiedetet.
Ein weiteres Highlight war das Mittagessen im ehrwürdigen Offizierskasino, einer alten Villa in der Stadt. Die meisten unserer Gruppe hatten sich für Rotbarschfilet entschieden. Köstlich!
Im Anschluss besuchten wir noch das Deutsche Marinemuseum, auch wieder mit markiger Führung. Im Inneren sahen wir Modelle bekannter Schiffe wie die „Bismarck“, See-Schlachtenbilder und Grafiken, im Außenbereich lagen ausgemusterte Schiffe, z.B. „U-10“ von 1961, der Zerstörer „Mölders“ (1968), ein Schnellboot und andere. Gegen 18 Uhr kamen wir mit vielen guten Eindrücken zurück in Bremerhaven. Für das Abendessen sorgte jeder selbst.
Nach reichhaltigem Frühstück am Samstag, dem 18. März trafen wir um halb zehn in Bremen ein. Unsere sympathische Stadtführerin Yvonne Frank erwartete unsere Busgesellschaft an der Böttcherstraße. Hier hatte Ludwig Roselius, Gründer der Firma Kaffee HAG – nach und nach alle Häuser aufgekauft. Sein erstes war Haus Nr. 6, das heutige Roselius-Haus und Museum, von 1588. Nach dem Krieg wurden alle Häuser der Böttcherstraße originalgetreu mit alten Ziegeln wieder aufgebaut.
Bei unserem weiteren Rundgang tauchte die Frage nach dem „Bremer Loch“ auf. Das Loch im Stadtsäckel war die meist vermutete
Antwort – aber dieses „Loch“ ist ein auf dem Rathausplatz mit aufwendigem Deckel eingelassener Behälter, der darauf giert, mit Münzen gefüttert zu werden („Doh wat rin in’t Bremer Loch“). Als Dank iaht der
Esel oder bellt der Hund oder miaut die Katze oder kräht der Hahn. Die Bremer Stadtmusikanten lassen grüßen! Die standen – außer dem Original am Dom – mehrfach in den Straßen, bunt und lustig anzusehen. Rathaus, Roland und Dom dominieren den weitläufigen Platz, auf der anderen Seite die Baumwoll- und die Tabakbörse.
Im Schnoor waren wir natürlich auch, diesem Viertel mit den winzigen Gässchen.
Das kleinste Haus hat auf drei Etagen gerade mal 41 qm, daneben das „Hochzeitshaus“, dass man für die Hochzeitsnacht mieten kann. Wir erfuhren auch, dass die berühmte Schokoladenfabrik Hachez 1890 gegründet wurde und der größte Arbeitgeber Mercedes ist. Dieser hatte bekanntlich die Firma Borgward 1971 übernommen. Nach der Führung gingen die Teilnehmer noch auf eigene Faust durch die Innenstadt. Einige trafen sich im „Kaffeehaus Classiko“ wieder…
Nach der Rückfahrt nach BHV war ein Besuch mit Führung im „Deutschen Auswanderer Haus“ angesetzt. Dieses Museum steht an historischem Standort, direkt im Neuen Hafen, gegenüber der Columbuskaje. Von hieraus brachen ab 1852 ca. 7,2 Mio. Auswanderer in die Neue Welt auf. Die meisten nach Nordamerika, aber auch nach Südamerika und Australien. Dieses Museum beeindruckte durch seine komplett der damaligen Zeit angepasste Gestaltung. Wir bekamen Eindrücke, wie es sich in der jeweils 3. Klasse auf der „Bremen“ (1858), der „Lahn“ (1887) und der „Columbus“ (1924) anfühlte. Diese 3 Schiffe gehörten dem Norddeutschen Lloyd. Falls wir ausgewanderte Familienangehörige hätten, könnten wir hier Familienforschung betreiben. Auch sind in diesem Museum spannende Familiengeschichten zu entdecken. Unsere Führerin ließ uns die Geschichten von mehreren Auswanderern, aber auch Rückkehrern nachspüren.
Den Abschluss in BHV bildete ein hervorragendes Abendessen auf der „Seute Deern“, einer Dreimastbark von 1919. Das Schiff wurde mehrmals umgebaut und dient seit 1966 als Restaurant der gehobenen Klasse. Der Laderaum, wo einst Fässer und Kisten, Holzstämme oder Säcke transportiert wurden, fasst 120 Personen. Das Ambiente lädt zum Wiederkommen ein…
Für Sonntag war die Rückreise mit Aufenthalt in Worpswede vorgesehen. Leider war es kalt (6°) und der Regen begleitete uns ohne Aussicht auf Besserung. In dem Künstlerdorf mit 4.000 Einwohnern erzählte uns unsere Führerin im Bus von der Geschichte des Dorfes – erstmals erwähnt 1218 im Kloster Osterholz – mitten im Teufelsmoor gelegen und deswegen im 30jährigen Krieg unbehelligt geblieben. Die höchste Erhebung ist mit 54,4 m der Weyerberg. Die arme Gegend lebte in den vorigen Jahrhunderten vom Torfverkauf nach Bremen. Die Künstlerkolonie entstand 1889 durch Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Heinrich Vogeler und anderen. Die berühmte Paula Modersohn-Becker starb 2007 mit nur 31 Jahren im Kindbett. Trotz des Dauerregens haben wir ihr Grab mit der eindrucksvollen Skulptur (sie und ihr Kind) besucht und waren anschließend in der Ev.-Luth. Zionskirche. Diese schlichte in blau-weiß gehaltene Kirche von 1757 ist mit einem seltenen Kanzelkorb (Kanzel über dem Altar) ausgestattet. Klara Westhoff und Paula Modersohn-Becker hatten die Kirche bildlich ausgestaltet. Zur Strafe wegen ungebührlichem Glockenläuten.
Auf der Fahrt nach Köln und Hürth wurde es zunehmend freundlicher, hier war der Frühling bereits bei 16° angekommen. Wir hatten interessante und ausgefüllte Tage. Ein herzlicher Dank geht nochmals an die Reiseleitung.
Text: Friedrich Knäpper, Bilder Kurt Schürmann, das große Bild PIZ Marine WHV
Jan. 08 2017
Museumbesuch„Sammlung Bührle trifft Wallraf“
Sonderausstellung „Sammlung Bührle trifft Wallraf“ –
Besichtigung am 20. Januar 2017 im Wallraf-Richartz Museum
60 Jahre nach dem Tod von Emil Georg Bührle, Deutsch-Schweizer, der 1941 der reichste Schweizer Bürger war, und außer seinen Firmen im In- und Ausland (z.B. Oerlikon Bührle & Co.) hunderte Bilder hinterließ, für die er das Kunsthaus Zürich vergrößern ließ, hatten wir im Wallraf-Richartz Museum die Möglichkeit, einen Teil dieser Kunstwerke in Gegenüberstellung zur Sammlung Wallraf erläutert zu bekommen.
Unsere beschlagene Führerin, Frau Dr. Susanne Wichermann, verstand es in 1 ¼ Stunden uns locker und mitreißend einen Teil der 64 ausgestellten Malereien, u.a. von Monet, Cézanne, Degas, Manet, Renoir, Dürer, van Gogh, Picasso und Braque, als Zwillingswerke zu erklären. Zum Beispiel zwei Bilder von Alfred Sisley über Ansichten der Themse in Hampton Court: Ein Bild hängt im „Wallraf“, das zweite gehört zur Bührle-Sammlung in Zürich. Beide Bilder wurden am selben Tag 1874 gemalt und sind doch so unterschiedlich in Perspektive und Motiv.
Oder der Vergleich zweier Bilder von Dürer und Braque. In beiden das Thema Musikinstrumente. Dürer: „Pfeifer und Trommler“ (1503) und Braque: „Der Violinspieler“ (1912). Dürer malt die perfekte körperliche Anatomie, Braque lässt den Betrachter suchen.
Als drittes Beispiel die Knabenbilder von Paul Cézanne „Der Knabe mit der roten Weste“ (1888) aus der Sammlung Bührle und von Paul Gauguin „Bretonischer Junge“ (1889) im „Wallraf“. In ersterem scheinen Arm und Schulter nicht perfekt. Auch der bretonische Junge wird leicht verzerrt dargestellt zu Gunsten der Bildkomposition. Es bahnt sich langsam die Abkehr der „fotografischen“ Malerei an.
Diese drei Beispiele sollen als Auswahl für diesen Bericht genügen.
Dr. Leopold Reidemeister, 1. Direktor des Wallraf-Richartz Museums ab 1945 und Emil Bührle konkurrierten oftmals in Auktionen bei Sotheby’s, London, um für seine Sammlung bzw. das Museum wertvolle Bilder zu ersteigern. Bührles besondere Leidenschaft galt den Impressionisten, der Zauber Monets hat ihn nie losgelassen. Es heißt, er habe von 1951 bis zu seinem Tod etwa 200 Bilder erworben.
Wir hätten Frau Dr. Wichermann noch länger zuhören können…
Bleibt noch zu erwähnen, dass die 16 Teilnehmer sich zum Ausklang des gelungenen Nachmittags im traditionsreichen Café Jansen/Faßbender bei Kaffee und Kuchen für die Heimfahrt mit der Straßenbahn stärkten.
Text: Friedrich Knäpper, Bilder: Kurt Schürmann
Okt. 09 2016
Ehrung für ehemaligen Ortsvorsteher von Hermülheim
Mit der Einweihung einer Gedenktafel wurde Josef Metternich für sein Schaffen im Dienste der Allgemeinheit nach langer Zeit endlich entsprechend gewürdigt.

Hürth-Hermülheim, 17.09.2016 – Wären vor einigen Jahren in Hürth nicht alle Straßen, die nach Persönlichkeiten benannt sind, mit kleinen Zusatzschildern zur Erklärung versehen worden, wäre der Irrtum wahrscheinlich nie aufgefallen. Dass es in Hürth-Hermülheim gleich zwei verdiente und bedeutende Persönlichkeiten mit dem Namen Josef Metternich gab, war nur Wenigen bewusst. Dies aufzuklären schrieb sich die Hermülheimer Bürgerin Marianne Metternich auf die Fahne. Die rüstige 93-jährige Tochter des ehemaligen Ortsvorstehers (vormals Bezirksvorsteher) Josef Metternich, die früher selbst sehr aktiv in der Kommune tätig war, hatte sich vor zwei Jahren sehr für ihren Vater gefreut. Als angesehene Persönlichkeit von Hermülheim, sollte Josef Metternich Teil einer Runde verdienter Ortsvorsteher werden, denen allen schon vor ihm die Ehre der Namensgebung für eine neue Straße zuteil geworden war. Nun sollte auch er, posthum, eine solche Ehrung für seine Verdienste erfahren.
Verwechslung – Dass dann eine ungewollte Verwechslung dazu führte, dass eine Straße nach dem Opernsänger und Hochschuldozenten Josef Metternich, dem Neffen des ehemaligen Ortsvorstehers benannt wurde, musste einfach klargestellt werden. Nach schriftlichen Eingaben und persönlichem Vorsprechen der resoluten Rentnerin, kam man bei der Verwaltung der Stadt Hürth zu der Einsicht, dass die versprochene Würdigung für den Ortsvorsteher Josef Metternich nachzuholen sei. Endlich war es soweit und Josef Metternich erfuhr die späte Würdigung seiner Verdienste um Hürth-Hermülheim in Form einer Gedenktafel und das just auf der Josef-Metternich-Straße seines Neffen, dem Opernsänger.
Laudatio für Josef Metternich – Vor einer Reihe von Gästen und interessierten Passanten hielt der Bürgermeister der Stadt Hürth, Dirk Breuer, eine Ansprache zur Einweihung der Gedenktafel für Josef Metternich. Rückblickend auf die schwierigen Zeiten während des Zweiten Weltkrieges und die Aufbauphase der Nachkriegszeit würdigte er das unermüdliche Schaffen von Josef Metternich für seinen Heimatort Hermülheim. Dabei charakterisierte er Josef Metternich als aufrechten und tatkräftigen Demokraten, der während der NS-Zeit nicht der NSDAP angehörte und dadurch manchen Schwierigkeiten ausgesetzt war. Nach dem Krieg übte er von 1947 bis 1969 das Amt des Bezirksvorstehers von Hermülheim aus und war von 1948 bis 1969 ununterbrochen Mitglied des Rates der Stadt Hürth. Im Oktober 1970 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Josef Metternich starb am 23. Januar 1975 in seinem Heimatort Hermülheim. Die Gedenktafel soll die Erinnerung an ihn und sein Schaffen für die Allgemeinheit wach halten.
Ulrich Metternich, Enkel von Josef Metternich
Apr. 23 2016
Benediktiner Königsmünster
Fahrt der Seniorenunion Hürth nach Meschede 5.10.2016

An einem wunderschönen Herbsttag – 5.10.16 – trafen sich 22 Teilnehmer zu einer Tagesfahrt, geleitet von der Seniorenunion Hürth, zur Abtei Königsmünster in Meschede im Sauerland. Die Fahrt durch das Land der tausend Berge war ein Highlight, so dass die Gäste auch bei guter Stimmung waren.
Um 12 Uhr hatten wir die Abtei erreicht und wurden von Pater Cornelius empfangen und herzlich begrüßt. Er lud uns gleich zur Teilnahme an der Mittagshore (Mittagsgebet der Mönche) in die Kirche ein. Das Dunkel im Inneren der Kirche wurde nicht begeistert aufgenommen, was aber durch den Gebetsgesang der Mönche dann doch positiv war. Daran schloss sich das Mittagessen an. Die Klosterverwaltung verwöhnte uns mit einem Nudel-Büfett und Nachtisch. Da blieb das Lob für die Küche nicht aus. 

Der azurblaue Himmel und die Sonne begleiteten uns weiter, so dass Pater Cornelius, der uns zur Führung auch zur Verfügung stand, mit der Bedeutung des Brunnens begann. Mit der Geschichte und der weiteren Entwicklung der Abtei, zu der auch ein Gymnasium gehört, wurden wir umfassend informiert. Außerdem erfuhren wir, dass viele Handwerksbetriebe ihren Sitz in der Anlage haben, die jeder Mönch in seiner Ausbildung absolvieren muss. Besonders herausgestellt wurde das Schmiedehandwerk, das nicht nur größere Arbeiten ausführt, sondern auch Schmuck herstellt. Damit war die äußere Führung zu Ende und das Weitere erfolgte im Innenraum der Kirche, die Einiges zu bieten hatte. Die Bundglasfenster, die Steine, die unter den Kerzen an den Wänden angebracht waren, von denen jeder eine besondere Geschichte hat. Das Besondere : das Großkreuz in der Apsis mit einem 2 Meter großen Christus, der mit ausgestreckten und nicht angenagelten Händen und einer Goldkrone mit eingelassenen Münzen aus verschiedenen Jahrhunderten ausgestattet war. In der Sakramentskapelle stand eine aus Metall gefertigte Stehle mit eingearbeitetem Tabernakel. Außerdem hatte dieser Raum eine ausgezeichnete Akustik, die sich mancher Organist auch wünschte. Das „Großer Gott wir loben Dich“ stimmte der Pater an und alle sangen mit. Es war ein Augenblick, der nicht zu beschreiben ist. Wir waren ergriffen. In diesem Augenblick setzte auch noch die im September eingeweihte neue Orgel ein, die wahrscheinlich von einem Lehrer und den dazugehörenden Kindern vorgeführt wurde. Den Abschluss bildete die Marienkapelle mit einem lächelnden Jesuskind auf dem Arm von Mutter Maria. Damit endete die Führung mit Pater Cornelius, der uns in hervorragender Weise den Einblick innerhalb und außerhalb des Klosters näher gebracht hat. Er hat seine Aufgabe meisterhaft erledigt. Die Gruppe war des Lobes voll.
Für die Gruppe aber war ein Abschluss ohne Kaffee und Kuchen nicht vorstellbar. Also wurde das Café noch gestürmt. Gut gelaunt und zufrieden kamen wir zu Hause ohne besondere Vorkommnisse, außer einem Stau wieder an.
Ein schöner Tag war zu Ende.
Marianne Metternich..
März 17 2016
Adventsfeier im Annahaus
Bericht über die Adventsfeier am 14.12.2016
Die Adventsfeier für die Mitglieder der Senioren-Union fand am 14. Dezember wieder im hellen und freundlichen Frühstückssaal des „Anna-Haus“ der Caritas, Rosellstr. statt.

Der Vorsitzende Rolf Britz begrüßte die Gäste und stellte das vorgesehene Programm vor. Als erstes lauschten wir dem Spiel mit Keyboard und Querflöte von Vivienne Kulik und Carla Lehmann. Die Andacht hielt in diesem Jahr Herr Kaplan Steiner vom Pfarrverband Efferen-Hermülheim und beendete seine Gedanken zum Advent mit einem Segenswort für die 47 Anwesenden.

Nach einigen Liedern wurde es politisch: Frau Gudrun Baer (CDU), seit dem 30. September Vorsitzende des CDU-Stadtverbands Hürth, des größten im Erftkreis, stellte sich vor und berichtete, dass sie die Kommunikation mit jungen Menschen fördern wolle, um auch diese in Politik einzubinden. Sie ist familienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion und gehört dem Finanzausschuss sowie dem Integrationsrat an.

Inzwischen traten der Leiter der Musikschule Rudi Sodemann (Bratsche) mit einigen seiner Schüler: Aaron Weyer (Geige), Francesco Toscano (Geige) und Patrick Zobec (Cello) auf und spielten ein Violinkonzert von Vivaldi, ehe sie uns beim Gesang weiterer Weihnachtslieder begleiteten.
Die lec
e uns das „Anna-Hauses“, das auch die Tische hatte adventlich eindecken lassen. Die Bedienung der Mitglieder hatte der Vorstand gerne übernommen.
Pünktlich um 17 Uhr verabschiedete der Vorsitzende Rolf Britz mit warmen Worten die Gesellschaft und dankte den Helfern für ihre Arbeit. Wir haben einen stimm
ungsvollen Nachmittag mit guter Unterhaltung genossen und wurden zum Abschluss mit weiteren Geigenklängen verwöhnt.
Friedrich Knäpper
März 17 2016
Goch – Emmerich 3-9-16
Auf Einladung des Stadtverbandes der CDU und der Senioren-Union, Hürth hatten sich knapp 60 Teilnehmer zu der Tagesfahrt am Busbahnhof des EKZ eingefunden, darunter auch der Vorsitzende der Hürther CDU Gerd Fabian und das Ratsmitglied Thomas Blank.
Die Stimmung an Bord war gut, unser Fahrer lenkte seinen Dreiachser sicher über die A57 in den hübschen Wallfahrtsort Goch, einer Stadt im Kreisgebiet von Kleve und etwa halb so groß wie Hürth.
Da wir bereits nach 90 min. in Goch ankamen, bestand die Möglichkeit, einen kleinen Stadtrundgang, vorbei am Steintor aus dem 14. Jh. durch die hübsche Fußgängerzone zu machen.
Zum Mittagessen waren die Tische im Hotel Litjes gedeckt. Aus fünf Gerichten hatten die Teilnehmer schon bei der Anmeldung ihre Wünsche mitgeteilt, so kam das Essen zügig auf den Tisch. Die Bratwurst war leider etwas zu schwarz geraten, aber Herr Faßbender meinte humorvoll, „wenn Leute von der CDU kommen, darf etwas Schwarzes nicht fehlen“.

Am frühen Nachmittag fuhren wir weiter nach Emmerich. Dank der guten Organisation von Christian Faßbender wurden wir erwartet von den Herren Arntzen (Vater und Sohn). Der Senior ist stellv. Vorsitzender der dortigen Senioren-Union, sein Sohn für die CDU im Stadtrat. Nach der „offiziellen“ Begrüßung nannte uns Herr Arntzen jun. interessante Eckdaten zu Emmerich: Anno 828 erste urkundliche Erwähnung, Stadtrechte sein 1233, 1944 zu 97% durch britische Bomber zerstört, die längste Rheinbrücke Deutschlands von 1965 wird wegen der roten Farbe „Golden Gate“ des Rheins genannt, jetzt etwa 30.000 EW, ältestes deutsches Stadtwappen mit weißem Eimer, Chemiestandort, berühmte Kirchen: St. Martinikirche und Heiliggeist-Kirche mit dem Schrottkreuz, „Katjes“-Fabrikation, CDU im Stadtrat mit 13 von 34 Stimmen vertreten (=38,9%).


Nach dem traditionellen Gruppenbild von der Rathaustreppe aus zogen wir in „seniorenartig langer Formation“ bei Sonnenwetter durch den Ort zur sehr schönen Rheinpromenade. Vorbei an zahlreichen Cafés und Restaurants und zwei Christophorus-Statuen. An der „Katjes“ Verkaufsstelle konnte kaum einer vorbei gehen, ehe sich die meisten zu Eis oder Kaffee und Kuchen niederließen. Ein schöner Ausklang dieser Tour.
Die Rückfahrt ab 18:30 Uhr verlief stau- und problemlos. Ein schöner Tag!
Friedrich Knäpper



